DILL-NEWSLETTER 09/2026: Offene Ladenkasse
Täglicher Kassensturz muss nachvollziehbar sein
Wer eine offene Ladenkasse führt, muss den Kassenbestand täglich ermitteln und die zugrunde liegenden Aufzeichnungen nachvollziehbar dokumentieren. Fehlen entsprechende Nachweise, kann dies bei einem überwiegend bargeldintensiven Betrieb einen so schweren formellen Mangel darstellen, dass das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen darf.




Offene Ladenkassen sollen bald der Vergangenheit angehören. Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Kassenpflicht, zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und zur weiteren Digitalisierung des Steuerrechts vorgelegt. Kern des Vorhabens ist eine verpflichtende elektronische Kassenführung für Unternehmen und Selbstständige mit einem Gesamtumsatz von mehr als 100.000 Euro ab 2028.
Mit der geplanten Frühstartrente soll die private Altersvorsorge künftig bereits im Kindesalter beginnen. „Vater Staat“ will für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot einzahlen. Ziel ist es, frühzeitig Vermögen aufzubauen und zugleich Kinder und Eltern an den Kapitalmarkt und die langfristige Altersvorsorge heranzuführen.
Für Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Selbstständige und Unternehmen zeichnen sich zahlreiche steuerliche Änderungen im kommenden Jahr ab. Gleich mehrere Vorhaben des Bundesfinanzministeriums befinden sich derzeit in unterschiedlichen Stadien. Allerdings: Noch ist nichts endgültig beschlossen.
Abfindungen und andere außerordentliche Einkünfte bleiben zwar steuerlich begünstigt. Seit 2025 erhalten Arbeitnehmer den Steuervorteil der Fünftelregelung jedoch nicht mehr unmittelbar mit der Auszahlung, sondern erst nach der Einkommensteuerveranlagung.